Frühjahrsputz im Pferdemaul

Gesunderhaltung des Pferdegebisses - weil jeder Zahn zählt.

Jeder  Pferdebesitzer trägt durch eine pferdegerechte Fütterung und Haltung aktiv zur Zahngesundheit bei.

Pferde mit Weidegang: Sie nehmen durch das Fressen vom Boden Sand und kleine Steine auf, was zusammen mit den Rohfasern des Weidegrases zur Abnutzung der Zähne beiträgt.

Pferde in Boxenhaltung: Sie sollten in der Fütterungsration einen ausreichend hohen Rauhfutteranteil erhalten.

Im Laufe des Lebens nutzen sich die Zähne insgesamt ab und können bei älteren Pferden auch ausbrechen. Leider neigen Backenzähne auch bei Weidegang zur Bildung von Spitzen und scharfen Kanten. Da der Unterkiefer der Pferde enger verläuft als der Oberkiefer entstehen diese hauptsächlich an den Rändern der Zähne- auf der Backenseite im Oberkiefer, auf der Zungenseite im Unterkiefer. Diese Kanten sollten vom Tierarzt fachmännisch entfernt werden (Zahnraspeln). Dabei wird das Gebiss mit den einzelnen Zähnen in eine regelgerechte Form gebracht und sodass eine physiologische Kaufläche wiederhergestellt wird (Normokklusion). Überlange Schneide und Backenzähne(Meißelzähne) werden auf die physiologische Länge gebracht. Dies ist vor allem dann erforderlich, wenn bereits Zahnverluste oder Fehlstellungen vorliegen, da nur durch Kontakt von oberen und unterem Zahn die Kaufläche gleichmäßig abgenutzt wird (Gefahr der Hakenbildung).

Häufige Zahnprobleme sind:

  • Scharfe Spitzen und Kanten der Backenzähne, die Verletzungen der Schleimhaut verursachen können
  • Zahnkappen (verbleibende Milchzahnreste auf den bleibenden Zähnen)
  • Haken an den ersten und letzten Backenzähnen im Ober - und Unterkiefer, die den Mahlvorgang behindern
  • Lange und scharfkantige Eckzähne, die Lippen und Zahnfleisch im Gaumen verletzen
  • Abgebrochene Zähne, Zahnlücken
  • abnormale und ungleichmäßige Kauflächen
  • Übermäßig abgenutzte Zähne
  • ungewöhnlich lange Zähne, sog. Meißelzähne
  • Entzündungen von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat
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Erkennen von Zahnproblemen: Das ist von außen gar nicht so einfach.

Wichtige Anzeichen können sein:

  • Futterverlust aus dem Maul während des Kauens, Schwierigkeiten beim Kauvorgang, übermäßiges Speicheln
  • Gewichtsverlust
  • Größere unverdaute Futterpartikel im Kot
  • Kopfschräghaltung oder- schütteln, Wickelkauen, Übermäßiges Zungenspielen oder Widerstand beim Aufzäumen
  • Verhaltensänderungen: Ziehen an den Zügeln, Ungehorsam bei Wende oder Stoppbefehlen, Buckeln
  • Fauliger Geruch aus Maul oder Nüstern oder Blutspuren
  • Ausfluss aus der Nase, Schwellungen im Bereich des Gesichts, des Kiefers oder der Maulschleimhaut

Deshalb: Nur eine regelmäßige Zahnkontrolle hilft Zahnerkrankungen rechtzeitig zu diagnostizieren und ermöglicht eine präventive Behandlung (Instandhaltung). Dabei bildet die fachgerechte Untersuchung des Pferdegebisses durch Ihren Tierarzt die Grundlage für weitere Maßnahmen und Behandlungen. In den meisten Fällen ist eine geeignete Ruhigstellung (Sedierung) des Pferdes durch Ihren Tierarzt vorteilhaft.

Die notwendigen tierärztlichen Kontrollintervalle richten sich nach dem Alter des Pferdes und den individuellen Untersuchungsbefunde. 

Das Resultat: Ein gesünderes, leistungsbereiteres, zufriedenes Pferd. 

Unsere Tierärztin Caroline Lange hat sich auf die Gesundheit des Pferdegebisses spezialisiert. Vereinbaren Sie mit Ihr einen Termin für die tierärztliche Untersuchung der Zähne Ihres Pferdes.

Sie empfiehlt die Kontrolle der Zähne des Pferdes für:

  • Pferde ab einem Alter von 6 Jahren
  • jüngere Pferde mit Gebissproblemen
  • Pferde mit sensiblem Maul
  • Pferde mit zahnmedizinischem Vorbefund
  • Pferde mit Problemen bei der Futteraufnahme wie Wickelkauen, Leerkauen, Speichelfluss
  • Pferde mit Gewichtsverlust
  • Pferde mit gestörtem Allgemeinbefinden oder systemischen Erkrankungen

 Im Frühjahr läuft unsere Aktion "Frühjahrsputz  im Pferdemaul" zum Thema Zahngesundheit beim Pferd. Jetzt noch schnell den Flyer downloaden und attraktiven Gutschein für die Zahngesundheit Ihres Pferdes sichern.